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Fahner Obst, das bedeutet Obstanbau an der „Fahner Höhe"

Der Obstanbau an der „Fahner Höhe", einem Höhenzug in Thüringen, der sich im Dreieck der Landeshauptstadt Erfurt und den Städten Gotha und Bad Langensalza erstreckt, hat inzwischen eine mehr als 225-jährige Tradition und war zunächst durch den Süßkirschanbau geprägt. Das Gebiet ist dem Obstbau bis heute treu geblieben, was besonders durch die guten klimatischen Bedingungen und die Qualität des Bodens begründet ist. Oft blüht die Süßkirsche schon Anfang April, zu dieser Zeit treten häufig noch Spätfröste auf. Durch die geschützte Lage erwärmt sich der Boden hier langsamer und der Blühverlauf ist verzögert. Die Hanglage ermöglicht ein Abfließen der Kaltluft, besonders bei Bodenfrost. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor für den Süßkirschanbau ist der Untergrund der „Fahner Höhe“, der sich aus dem oberen Muschelkalk aufbaut, als Verwitterungsboden mit Mergel, Löss und tonigen Bestandteilen. Das Gebiet ist allerdings eines der regenärmsten in Thüringen. Es fallen nur etwa 500-550 mm Niederschlag im Jahr. Dies reicht für Steinobst zwar noch aus, für Kernobst besteht allerdings oft ein Minus.

Eine Kurzcharakteristik des Obstbaus heute

Zum 1.1.1991 gingen aus der LPG „Fahner Obst", die während der Existenz der DDR den Obstanbau betrieb, kleinere eingetragene Genossenschaften hervor, die sich rasch der Situation der neuen Marktwirtschaft anpassen mussten. Zunächst war es notwendig, alte unrentable Obstanlagen zu roden und dementsprechende Neupflanzungen mit marktgängigen Sorten und modernen Anbaustrukturen zu realisieren.

Obstanbau betreiben heute:

„Döllstädter  Obstgenossenschaft" e.G.
„Großfahner Fruchtgarten" e.G.
„Fahner Gold" e.G.
„Obstgarten Orphalgrund" e.G.
„Fahner Obstbau" GmbH

Die 4 Genossenschaften und die GmbH bewirtschaften zusammen insgesamt etwa 1000 ha. War der Obstbau in „alten Zeiten" durch die Süßkirsche bestimmt, so ist heute der Apfel der Hauptproduktionszweig mit über 50% der Anbaufläche. Trotzdem ist das Anbauspektrum im Obstanbaugebiet an der „Fahner Höhe" sehr vielfältig.  Neben dem Apfel gibt es: Süßkirschen , Sauerkirschen, Pflaumen und Mirabellen, Holunder, Birnen, Aprikosen und Pfirsiche, Spargel, Weihnachtsbäume
Der Obstanbau wird streng nach den Richtlinien der integriert kontrollierten Produktion durchgeführt. Bereits in den 1980er Jahren wurden Verfahren zur Minimierung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln hier entwickelt und angewendet. Ab 1991 wird das begehrte Qualitätssiegel: „Aus integriertem Anbau" durch die CMA (Centrale Marketing-Organisation der deutschen Agrarwirtschaft) nach jährlichen Prüfungen an die Obstbauern verliehen. Heute ist der gesamte Obstbau nach den gängigen Systemen zertifiziert.

An der „Fahner Höhe" wird mit Sicherheit Obst produziert, nach dem Motto:


Geprüfte Qualität Thüringen, denn regional ist optimal!

Die Vermarktung des Obstes erfolgt seit 2011 über die VEOS (der Obst- und Gemüsemarkt Thüringen GmbH ist dort Mitglied) und im Direktverkauf ab Gierstädt. Die Hauptmenge des Obstes wird für den Frischmarkt produziert, jedoch ein wichtiger Anteil wird verarbeitet.
Weitere Informationen bei Fahner Frucht.